Schönau am Königssee

Schönau am Königssee, Germany

Schönau am Königssee

Das oberbayerische Schönau am Königssee liegt in der südöstlichsten Ecke Deutschlands und grenzt an Österreich. Das Gemeindegebiet des regional zum Berchtesgadener Land gehörende 5.500-Einwohner-Orts umschließt den nicht zuletzt wegen seiner ausgezeichneten Wasserqualität berühmten, sieben Kilometer langen und etwa einen Kilometer breiten Königssee. Der stellenweise bis zu 200 m tiefe See gehört ebenso wie weite Teile des übrigen Gemeindegebiets zum Nationalpark Berchtesgaden. Schönau am Königssee erstreckt sich auf einer 630 Meter über dem Meeresspiegel liegenden Hochfläche, die den Boden eines von den Berchtesgadener Alpen geformten, steil aufragenden Talkessels bildet. Hausberg des Ortes ist der ganzjährig mit einigen Gletschern bedeckte Gebirgsstock Watzmann mit dem höchsten Gipfel der Berchtesgadener Alpen, der 2.713 n hohen Watzmann-Spitze.
Die Watzmann-Ostwand gilt mit 1.800 m als die höchste Bergwand der Ostalpen und ist eines der Wahrzeichen von Schönau. In Verbindung mit dem architektonischen Wahrzeichen des Ortes, der auf einer Königssee-Halbinsel vor dem Watzmann erbauten Wallfahrtskirche St. Bartholomä ist die Watzmann-Ostwand ein überaus bekanntes Fotomotiv. Der prägnante Barock-Kapellen-Bau, der auf eine Gründung aus dem 12. Jahrhundert zurückgeht und der ein Ensemble mit dem angrenzenden ehemaligen Jagdschloss (heute als Gaststättet genutzt) bildet, ist per Fuß nur bei Überwindung sportlcher Herausforderungen erreichbar. Die zahlreichen Besucher der auf Befehl des „Märchenkönigs“ Ludwig II. restaurierten Kapelle mit ihren Kuppeldächern und Zwiebeltürmen wählen zumeist eine weniger anstrengendere Variante und kommen mit dem Schiff.

Der Ort, in dem Filmlegende Romy Schneider ihre Kindheit verbracht hat und in dem der bis jetzt älteste Bayer, der von Carl Spitzweg im Gemälde „Der Kraxenträger“ verewigte Trödler Anton Adner (1705-1822,) gelebt hatte, war früher wirtschaftlich durch kleinbäuerliche Viehwirtschaft und Salzabbau geprägt. Die in der Fürstpropst-Zeit (bis 1810) meist lehnsabhängige Bevölkerung war in der Regel arm. Heute ist Schönau am Königssee als führender Fremdenverkehrs-Ort der Region eine wohlhabende Gemeinde mit hervorragender touristischer Infrastruktur. Der Ort hält in seinen etwa 20 Hotels, über hundert Pensionen und Gasthäusern sowie 500 Ferienwohnungen und Fremdenzimmern ungefähr 8.000 Gästebetten vor. Es gibt ferner zwei Campingplätze am Ort.

Der Schönau-Gast kann in der örtlichen Kneippanlage und im Freibad die Seele baumeln lassen oder auch die Angebote im Haus des Gastes nutzen. Vor allem punktet Schönau aber mit seiner beeindruckenden Alpin-Natur, der sich am besten auf ausgedehnten Wandertouren genähert werden sollte. In der kalten Jahreszeit bietet der Wintersportort Schönau unter anderem ideale Möglichkeiten für Langlauf sowie Rodeln und Eisstockschießen. Seilbahnen und Skilifte bringen Abfahrt-Skifreunde bequem zu den umliegenden Pisten.

Bilder von Martin Waitz und Günther Hentschel über Flickr mit CC BY 2.0 Lizenz

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